Luftaufnahmen zur biologischen Bestandsaufnahme

Für die biologische Bestandsaufnahme einer Klärschlammdeponie kam unser Vermessungskopter zum Einsatz. Ein sehr großes, schwer zugängliches Gebiet konnte so schnell und einfach erfasst werden.

Projekt: Luftaufnahmen zur biologischen Bestandsaufnahme für eine Klärschlammdeponie
Auftraggeber: moritz-umweltplanung
Ort: Edewechterdamm
Jahr: 2016 und 2019
Abteilung: Vermessungskopter, Umweltplanung

Leistung:

  • Aufnahme von Luftbildern mit Vermessungskopter
  • Dokumentation schwer zugänglicher Bereiche

Die ehemalige Klärschlammdeponie Edewechterdamm in der Nähe von Oldenburg wurde vor 14 Jahren stillgelegt und erstreckt sich über eine Fläche, die 245 Fußballfeldern entspricht (140 ha). Von 1970 bis 2005 wurden dort über 3 Millionen Kubikmeter Klärschlamm deponiert. Auf diesem schlammigen Untergrund hat sich nun eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete Niedersachsens entwickelt. Immer häufiger sind dort auch die aus Südamerika stammenden Nutrias (biberähnliche Nagetiere) zu beobachten. Auch einige eingewanderte Pflanzenarten fühlen sich zunehmend wohl auf dem ehemaligen Deponiegelände. Mit ihrem verstärkten Auftreten auf der ehemaligen Klärschlammdeponie ergeben sich inzwischen für die hanseWasser Fragen zu den Auswirkungen der Neuansiedler auf diesen Lebensraum sowie in Bezug auf Deponiesicherung und -unterhaltung:

  • Verdrängt der Japanische Staudenknöterich die natürliche Vegetation?
  • Führt das starke Wachstum des Rauen Hornblatt in den Wasserpütten zu verstärkten Problemen im Bereich der Pumpen- und Wasserförderanlagen?
  • Verringert sich die Stabilität der Dämme durch die Wühlaktivitäten von Nutrias gravierend oder hat die mit dem Auftreten der Nutrias verbundene Zurückdrängung der Bisamratte positive Effekte?

 

Wir haben das Planungsbüro moritz-umweltplanung bei seinen biologischen Untersuchungen und Bestandsaufnahmen unterstützt, denn große Teile der Deponie sind von den Dämmen aus nur teilweise einsehbar. Daher haben wir die Deponie mit unserem Vermessungskopter beflogen. Die Aufnahmen sollen die Nutzung der Vegetationsbestände durch Nutrias aufzeigen und die Biotopentwicklung durch Sukzession und Befraß sichtbar machen. Gleichzeitig ließ sich so die Ausbreitungsdynamik des Japanischen Staudenknöterichs dokumentieren und auswerten.

Ansprechpartner: Sebastian Gerding

 

 

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