Scannen und Georeferenzieren von Kriegsluftbildern

Kriegsluftbildauswertung

Bei beiden Kampfmittelbeseitigungsdiensten in Nordrhein-Westfalen wurde das gesamte historische Luftbildarchiv mit einer Bilddatenmanagementlösung katalogisiert.

Hierfür haben wir in Zusammenarbeit mit unseren beiden Partnerbüros der GIS-Gruppe-Nord innerhalb von nicht einmal eines halben Jahres über 220.000 Luftbilder georeferenziert und mehrere Tausend Bilder eingescannt.

Die historischen Luftbilder aus dem zweiten Weltkrieg wurden zunächst nach Flugstreifen sortiert und grob anhand der bekannten Positionen der Schaltzeiten der Kameras georeferenziert. Für eine genauere Positionierung mussten für jedes Bild mindestens 8 Passpunkte auf einer historischen TK25 oder einem historischen DOP gesucht werden. In unebenen Gebieten oder bei Schräglage des Flugzeuges zum Zeitpunkt der Aufnahme konnte die Zahl der benötigten Passpunkte leicht auf weit über 20 ansteigen um die vorgegebenen Abweichungen einhalten zu können.

Anhand der so georeferenzierten Luftbilder ist es den Kampfmittelbeseitigungsdiensten nun möglich, sämtliche Luftbilder für ein zu untersuchendes Gebiet in chronologischer Reihenfolge ähnlich einem Daumenkino zu betrachten, um so mögliche Blindgänger einfacher zu erkennen.

 

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